Urinuntersuchungen

Für möglichst aussagekräftige Urinuntersuchungen wird im Idealfall der sog. Mittelstrahl des ersten Toilettengangs am Morgen verwendet. Also eine Probe die nicht zu Beginn oder Schluss der Abgabe genommen wird. Mit Urinuntersuchungen können sehr viele spezifische Parameter analysiert werden. Die aus der Urinuntersuchung gewonnene Fakten stellen die Grundlage für eine schnelle und effektive Behandlung dar.

Allgemeine Urinuntersuchungen

Urinuntersuchungen liefern in erster Linie Informationen zur Funktion der Niere. So stehen hier routinemäßig die Bestimmung von Markern, die auf Nierenschäden hinweisen, im Vordergrund.

Urinuntersuchungen auf Pilze und Bakterien

Bei einem Verdacht auf einen Harnwegsinfekt ist die mikrobiologische Diagnostik des Urins die beste Wahl, der sog. Goldstandard. Es werden alle Erreger erfasst und anhand der nachgewiesenen Menge beurteilt und auf Antibiotika getestet.

Urinuntersuchungen auf Diabetes

Ein Zeichen für Diabetes ist unter anderem die Ausscheidung von Glukose aus dem Körper über den Urin. Mit Urinuntersuchungen prüft man unter anderem das spezifische Gewicht einer Probe. Durch Zucker im Urin ist dieses in der Regel erhöht. Außerdem wird hier auf Kentone getestet. Treten diese Ausscheidungen aus der Leber in der Probe auf, ist das ein relativ sicheres Anzeichen dafür, dass der Körper nicht mehr in der Lage ist ausreichend Insulin zu produzieren. Urinuntersuchungen sind somit ein relativ zuverlässiges Instrument um Diabetes mellitus nachzuweisen.